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Garden: Das gesamte Klangbild der Musik schafft eine energetische und emotionale Verbindung, selbst wenn einige Frequenzen wegfallen. Anders bei der Sprache, wo es auf jeden Laut ankommt und da wird die Kommunikation für mich problematisch, vor allem bei Nebengeräuschen. Es fehlt die Lockerheit, mit der ich früher Kontakte knüpfen konnte, beispielsweise auf Vernissagen. Heute brauche ich meine gesamte Konzentration, um Gesprächen zu folgen, die mir so wichtig sind. Trotzdem geht viel verloren für mich und das führt immer wieder zu Trauer.

Zur Malerei: Es ist ja schon mal ein Freund soweit gegangen zu sagen: "Seit Deinem zweiten Hörsturz malst Du besser als vorher." Das ist problematisch für mich. Ich kann es nicht beurteilen und fände den Preis dafür auch sehr hoch.

Zum Thema Krankheit und Kunst meint Tàpies in seinen Erinnerungen, dass seine schwere Lungenkrankheit als junger Mann für ihn eine Art Prüfung und symbolisches Opfer war, wie es im Glauben der Schamanen als nötig erachtet wird, um auf eine höhere Stufe der Existenz zu gelangen. Unter diesem Aspekt könnte ich es für mich akzeptieren. Das Existentielle, die Einsamkeit und Bedrohung des Einzelnen und damit die Frage nach dem Sinn im Leben ist auch für mich wiederkehrendes Thema.

 

Teil 3: Biographische Themen

Chisholm: Viele Deiner Bilder sind sehr bewegte und emotionale Bilder. Ich könnte mir vorstellen, dass sie Gefühle repräsentieren.

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